Betonmischer für die Wüste made in Emsbüren

05.06.2015

Emsbüren. Für den Ausbau der Infrastruktur in Katar, Austragungsort der Fußball-WM 2022, werden auch Maschinen des Unternehmens Paus aus Emsbüren verwendet.

Das Unternehmen hat sich im Laufe der Jahre einen Namen im internationalen Berg- und Tunnelbau gemacht. Dies werde durch die Nachfrage für ein Bauprojekt zur Fußball WM 2022 in Katar unter Beweis gestellt, teilte Paus in einer Erklärung mit. Das in Katar tätige Bauunternehmen, ein Konsortium aus europäischen und lokalen Unternehmen, hat eine Reihe von speziellen Betontransportmischern im Emsland bestellt.  In Container verladen

Gemeinsam mit einem weiteren Tunnelmaschinenhersteller aus Deutschland bearbeitet Paus den Auftrag. In Emsbüren werden dabei die Trägerfahrzeuge entwickelt und hergestellt, die Aufbauten kommen vom Partner. Die Fahrzeuge werden bei dem Projekt „Metro Doha“ eingesetzt: Zur Weltmeisterschaft soll in Doha, der Hauptstadt Katars, einer der modernsten Metro- und Bahnsysteme entstehen. Derzeit ist das Infrastrukturprojekt „Metro Doha“ mit über 82 Kilometer unterirdischer Tunnelstrecke das größte weltweit.„Die Herausforderung für uns war, eigentlich bekannte Produkte an die speziellen Bedingungen anzupassen und das in sehr kurzer Zeit umzusetzen“, sagte Geschäftsführer Franz-Josef Paus. Die Maschinen mussten schmaler werden und trotzdem die gleiche Transportleistung haben. Außerdem musste sichergestellt werden, dass auch ohne Probleme über große Strecken rückwärts gefahren werden kann. Deshalb wurde die Fahrerkabine hydraulisch anhebbar gestaltet, um eine bessere Sicht nach hinten zu haben.Während unter Hochdruck an den weiteren Fahrzeugen gebaut wird, waren nun Vertreter des Kunden in Emsbüren, um die erste Teillieferung abzunehmen, bevor diese in Container verladen wurden. Etwa Ende Mai werden sie dann auf der Baustelle in den Einsatz gehen.Den Anforderungen entsprechend, wurden die Betonmischer mit speziellen Abmessungen eigens für den dortigen Einsatz konzipiert. Dort sind die Maschinen auf einer Strecke von 20 Kilometern für Montagearbeiten eingeplant und werden hierbei permanent einer hohen Umgebungstemperatur ausgesetzt sein.Langfristig ist in Doha der Bau des Hochgeschwindigkeits- und Güterverkehrnetzwerks mit Anschluss an Saudi-Arabien und Bahrain vorgesehen.

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